Präfix-Check: EAN Ländercode nachschlagen

Geben Sie eine EAN-13, eine UPC-A oder nur die ersten Ziffern ein (zum Beispiel 400, 900, 729 oder 036). Der Check nennt die GS1-Organisation aus der offiziellen Präfix-Liste und prüft bei vollständigen Nummern die Prüfziffer. Die Rechnung läuft in Ihrem Browser, die eingegebene Nummer wird nicht an unseren Server gesendet. Quelle der Tabelle: gs1.org – Company Prefix (Stand 27. Oktober 2026).

Zum Beispiel 400, 871, 729 oder eine komplette EAN-13.

Was die Länderkennung im Barcode wirklich bedeutet

Umgangssprachlich heißen die ersten Stellen Länderkennung oder Länderpräfix. Bei GS1 heißt das Feld GS1-Präfix. Es steht am Anfang der GS1-Basisnummer. GS1 Germany beschreibt es so: An einer GTIN, die mit 400–440 beginnt, erkennen Sie, dass die Nummer bei GS1 Germany erworben wurde. Der Zweck ist die dezentrale Vergabe, nicht die Herkunftsangabe auf der Packung.

Auf der Präfix-Seite von GS1 Global steht derselbe Satz sinngemäß auf Englisch: GS1-Präfixe identifizieren nicht das Herstellungsland, weil Unternehmen überall produzieren können. Der GS1-Kundendienst antwortet auf die direkte Frage mit Nein: Das Präfix zeige nicht, dass die Ware in einem bestimmten Land oder von einem bestimmten Hersteller produziert wurde.

EAN-Code entschlüsseln: Was jede Ziffer bedeutet

Barcode Zahlen Bedeutung, von links nach rechts: Nur die Position entscheidet, was eine Stelle meint. Ein Herstellungsland steckt in den mittleren Ziffern nicht. Eine EAN-13 hat 13 Ziffern. Die GS1-Basisnummer (Company Prefix) beginnt mit dem GS1-Präfix und identifiziert das Unternehmen. Dahinter folgt die Artikelreferenz, die das Unternehmen selbst vergibt. Die letzte Stelle ist die Prüfziffer. Wie lang die Basisnummer ist, steht im GS1-Vertrag. Am Barcode allein sehen Sie die Grenze zwischen Firma und Artikel nicht.

Beispielnummer 4012345000016, frei gewählt und mit gültiger Prüfziffer. Das ist keine eingetragene GTIN und kein Produkt einer Marke.
401 · GS1-Präfix
Liegt in 400–440, also GS1 Germany. Nur die Vergabestelle, nicht „made in Germany“.
234500001 · Rest
Rest der Basisnummer plus Artikelreferenz. Die Schnittstelle hängt von der lizenzierten Länge ab.
6 · Prüfziffer
Errechnet aus den ersten zwölf Stellen. Sie enthält kein Land.

Warum Präfixe zwei-, drei- oder vierstellig sind

Die meisten Mitgliedsorganisationen haben dreistellige Bereiche, etwa 400–440 oder 729. Manche Einträge der GS1-Liste sind kürzer gefasst: Präfix 99 für Coupons, dazu die internen Blöcke 020–029 und 200–299. „Die ersten zwei Ziffern sind das Land“ stimmt deshalb nicht. 40 ist nicht durchgehend Deutschland – nur 400–440. 441–449 stehen nicht in der Liste.

Seit einem Beschluss der GS1-Generalversammlung im Dezember 2025 darf GS1 auch vierstellige Präfixe vergeben, um die Nummernkapazität zu strecken. In der am 27. Oktober 2026 abgerufenen Liste sind die Länderbereiche weiter zwei- und dreistellig. Vierstellige Zuteilungen nennt GS1 dort nur im GTIN-8-Bereich: 9620–9624 für GS1 UK und 9625–9626 für GS1 Poland, jeweils für kurze Achter-Nummern.

Präfix ist nicht das Herkunftsland

Drei Dinge fallen oft zusammen und sind trotzdem verschieden: der Sitz der Firma, die die Nummer lizenziert, der Ort der Fabrik und das Land, das auf der Packung als Herkunft genannt wird. Das Präfix beantwortet nur die erste Frage, und auch die nur als GS1-Organisation, nicht als amtliche Herkunftsangabe.

Barcode beginnt mit … – Schnellantwort je Anfangsziffer

Die Ziffer allein reicht oft nicht. 4, 5, 6, 8 und 9 verteilen sich auf mehrere Organisationen.

Anfangsziffer und die wichtigsten Zuordnungen
ZifferKurzantwort
0Überwiegend GS1 US (UPC). 020–029 und 040–049 intern. Kanada ist nicht dabei.
1Weiter GS1 US (100–139 liegt im Block 060–139).
2Kein Land. 200–299 sind interne Regionalnummern, etwa von der Waage.
3300–379 Frankreich, dazu Balkanstaaten. Kosovo ist 381, nicht 390.
4400–440 Deutschland. Außerdem Japan, Russland, Baltikum, Zentralasien, Hongkong 489.
5Unter anderem Vereinigtes Königreich 500–509, Griechenland 520–521, Polen 590. 599 ist Ungarn.
6Afrika und Naher Osten, Finnland 640–649, China 680–681 und 690–699.
7Unter anderem Israel 729, Schweiz 760–769, Kanada 754–755, Mexiko 750.
8Unter anderem Italien, Spanien, Türkei 868–869, Niederlande 870–879 (also 871), Südkorea, Indien.
9900–919 Österreich. 977 Zeitschriften, 978–979 Bücher, 98x/99x Coupons und Belege.

Barcode beginnt mit 0

Eine 0 am Anfang einer EAN-13 ist in der Regel eine UPC aus dem Bestand von GS1 US. GS1 stellt 12-stelligen GTINs für das Präfix eine Null voran. Die Blöcke 001–019, 030–039 und 060–139 (darin auch alles mit 1) sind GS1 US. 050–059 hält GS1 US für später frei.

Das ist nicht „hergestellt in den USA“. Kanada ist 754–755, nicht 000–139. 020–029 und 040–049 sind interne Nummern. Nummern, die mit 0000000 beginnen, sind betriebsintern; 0000001–0000099 sind ungenutzt, damit sie nicht mit GTIN-8 kollidieren. Den Zusammenhang von UPC und EAN erklärt EAN, UPC und GTIN.

Barcode beginnt mit 1

Auch die 1 gehört zu GS1 US. 100–139 liegen im Block 060–139. Ein eigenes Land „1“ gibt es in der Liste nicht. Ab 140 ist bis 199 nichts vergeben; 200 beginnt den internen Bereich.

Barcode beginnt mit 2

Eine 2 ist kein Land. 200–299 sind restricted circulation numbers für eine geografische Region, festgelegt von der zuständigen GS1-Organisation. Typisch sind Gewichts- und Preisetiketten an der Waage. Für den weltweiten Handel brauchen Sie dafür keine GS1-Lizenz; die Nummern dürfen den Ladenkreis aber nicht als offizielle GTIN verlassen. Mehr dazu im Ratgeber EAN-Nummer beantragen.

Barcode beginnt mit 3

300–379 ist Frankreich (GS1 France). Danach folgen einzelne Präfixe: 380 Bulgarien, 381 Kosovo, 383 Slowenien, 385 Kroatien, 387 Bosnien und Herzegowina, 389 Montenegro. 390 ist in der aktuellen Liste nicht Kosovo und auch kein anderes Land, sondern nicht vergeben. Monaco hat bei GS1 keine eigene Zeile.

Barcode Länderkennung 4

400–440 ist Deutschland (GS1 Germany). Eine 4 kann trotzdem etwas anderes sein: 450–459 und 490–499 Japan, 460–469 Russland, 470–488 eine Reihe von Organisationen in Zentralasien, im Kaukasus, in Osteuropa und im Baltikum, 489 Hongkong, China. 441–449 sind nicht vergeben. „Barcode Deutschland 4“ stimmt also nur für 400–440.

Barcode Länderkennung 5

500–509 ist das Vereinigte Königreich (GS1 UK). Weiter: 520–521 Griechenland (nicht nur 520), 528 Libanon, 529 Zypern, 530 Albanien, 531 Nordmazedonien (in der Liste: GS1 Macedonia), 535 Malta, 539 Irland, 540–549 Belgien und Luxemburg, 560 Portugal, 569 Island, 570–579 Dänemark, 590 Polen, 594 Rumänien. 599 ist Ungarn. Indonesien ist 899, nicht 599.

Barcode beginnt mit 6

Mit 6 beginnen vor allem Organisationen in Afrika und im Nahen Osten, von 600–601 Südafrika bis 632 Ruanda. Nicht jede Zahl dazwischen ist ein Land: 610, 614 und 623 verwaltet das GS1 Global Office für eine künftige Mitgliedsorganisation. 623 ist damit kein Länderpräfix. 640–649 ist Finnland. China ist 680–681 und 690–699. 633–679 und 682–689 stehen nicht in der Liste.

Barcode beginnt mit 7

700–709 Norwegen, 729 Israel, 730–739 Schweden. 740–746 sind Länder in Mittelamerika, 750 Mexiko, 754–755 Kanada, 759 Venezuela, 760–769 Schweiz. 770–790 decken einen großen Teil Südamerikas ab, darunter 789–790 Brasilien. 758 ist wieder Global Office, kein Land. Liechtenstein hat in der GS1-Liste keine eigene Zeile; genannt ist GS1 Switzerland.

Barcode Länderkennung 8

Barcode 8 welches Land? Die EAN-Code Länderkennung 8 ist kein einzelner Staat. 800–839 Italien, 840–849 Spanien, 850 Kuba, 858 Slowakei, 859 Tschechien, 860 Serbien, 865 Mongolei, 867 Nordkorea, 868–869 Türkei, 870–879 Niederlande. 871 liegt in diesem niederländischen Block. 880–881 Südkorea, 883 Myanmar, 884 Kambodscha, 885 Thailand, 887 Laos, 888 Singapur, 890 Indien, 893 Vietnam, 896 Pakistan, 899 Indonesien. 894 hält das Global Office.

Barcode beginnt mit 9

900–919 ist Österreich (GS1 Austria). 930–939 Australien, 940–949 Neuseeland, 955 Malaysia, 958 Macau, China. 950 und 952 gehören dem GS1 Global Office, 951 den EPC-General-Manager-Nummern. 960–969 ist für GTIN-8 vorgesehen, nicht als Länderkennung einer EAN-13. 977 ist ISSN für Zeitschriften, 978–979 ist ISBN für Bücher. 980 sind Rückerstattungsbelege, 981–983 und 990–999 sind Coupons.

Komplette Liste aller GS1-Länderpräfixe

Die Tabelle folgt der GS1-Company-Prefix-Liste und ist nach Präfix sortiert. Japan und China stehen dort jeweils in einem gemeinsamen Eintrag; hier sind die Bereiche einzeln und in Ziffernfolge aufgeführt. Ländernamen sind deutsch, der GS1-Name bleibt daneben stehen. Nicht genannte Präfixe sind vom GS1 Global Office für später reserviert.

Stand: 27. Oktober 2026. Quelle: GS1 Global Office. Die Liste ändert sich, wenn GS1 neue Organisationen aufnimmt.

Barcode Länderkennung Liste, Stand 27. Oktober 2026, Quelle GS1 Global Office
PräfixGS1-OrganisationHinweis
0000000Interne Nummern innerhalb eines UnternehmensRestricted Circulation. Kein Land.
0000001–0000099Nicht vergebenFrei gehalten, damit keine Kollision mit GTIN-8 entsteht.
00001–00009USA · GS1 USUPC-kompatibel. In der GS1-Liste gemeinsam mit 0001–0009 und 001–019.
0001–0009USA · GS1 USUPC-kompatibel. In der GS1-Liste gemeinsam mit 00001–00009 und 001–019.
001–019USA · GS1 USUPC-kompatibel. Entspricht UPC-Nummern mit führender Null in der EAN-13.
020–029Interne Nummern in einer RegionVon der jeweiligen GS1-Mitgliedsorganisation festgelegt. Kein Land.
030–039USA · GS1 US–
040–049Interne Nummern innerhalb eines UnternehmensRestricted Circulation. Kein Land.
050–059USA · GS1 USVon GS1 US für künftige Nutzung reserviert.
060–139USA · GS1 US–
200–299Interne Nummern in einer RegionZum Beispiel Waagenetiketten an der Frischetheke. Kein Land.
300–379Frankreich · GS1 France–
380Bulgarien · GS1 Bulgaria–
381Kosovo · GS1 Kosovo–
383Slowenien · GS1 Slovenija–
385Kroatien · GS1 Croatia–
387Bosnien und Herzegowina · GS1 BIH–
389Montenegro · GS1 Montenegro–
400–440Deutschland · GS1 Germany–
450–459Japan · GS1 Japan–
460–469Russland · GS1 Russia–
470Kirgisistan · GS1 Kyrgyzstan–
471Taiwan · GS1 Chinese TaipeiOffizieller Name in der GS1-Liste: GS1 Chinese Taipei.
474Estland · GS1 Estonia–
475Lettland · GS1 Latvia–
476Aserbaidschan · GS1 Azerbaijan–
477Litauen · GS1 Lithuania–
478Usbekistan · GS1 Uzbekistan–
479Sri Lanka · GS1 Sri Lanka–
480Philippinen · GS1 Philippines–
481Belarus · GS1 Belarus–
482Ukraine · GS1 Ukraine–
483Turkmenistan · GS1 Turkmenistan–
484Moldau · GS1 Moldova–
485Armenien · GS1 Armenia–
486Georgien · GS1 Georgia–
487Kasachstan · GS1 KazakstanSchreibweise in der GS1-Liste: Kazakstan.
488Tadschikistan · GS1 Tajikistan–
489Hongkong, China · GS1 Hong Kong, China–
490–499Japan · GS1 Japan–
500–509Vereinigtes Königreich · GS1 UK–
520–521Griechenland · GS1 Association Greece–
528Libanon · GS1 Lebanon–
529Zypern · GS1 Cyprus–
530Albanien · GS1 Albania–
531Nordmazedonien · GS1 MacedoniaOffizieller Name in der GS1-Liste: GS1 Macedonia.
535Malta · GS1 Malta–
539Irland · GS1 Ireland–
540–549Belgien und Luxemburg · GS1 Belgium & Luxembourg–
560Portugal · GS1 Portugal–
569Island · GS1 Iceland–
570–579Dänemark · GS1 Denmark–
590Polen · GS1 Poland–
594Rumänien · GS1 Romania–
599Ungarn · GS1 Hungary–
600–601Südafrika · GS1 South Africa–
603Ghana · GS1 Ghana–
604Senegal · GS1 Senegal–
605Uganda · GS1 Uganda–
606Angola · GS1 Angola–
607Oman · GS1 Oman–
608Bahrain · GS1 Bahrain–
609Mauritius · GS1 Mauritius–
610GS1 Global Office (für eine künftige Mitgliedsorganisation)In der GS1-Liste: „Managed by GS1 Global Office for future MO“. Kein Land.
611Marokko · GS1 Morocco–
613Algerien · GS1 Algeria–
614GS1 Global Office (für eine künftige Mitgliedsorganisation)In der GS1-Liste: „Managed by GS1 Global Office for future MO“. Kein Land.
615Nigeria · GS1 Nigeria–
616Kenia · GS1 Kenya–
617Kamerun · GS1 Cameroon–
618Côte d'Ivoire · GS1 Côte d'Ivoire–
619Tunesien · GS1 Tunisia–
620Tansania · GS1 Tanzania–
621Syrien · GS1 Syria–
622Ägypten · GS1 Egypt–
623GS1 Global Office (für eine künftige Mitgliedsorganisation)In der GS1-Liste: „Managed by GS1 Global Office for future MO“. Kein Land.
624Libyen · GS1 Libya–
625Jordanien · GS1 Jordan–
626Iran · GS1 Iran–
627Kuwait · GS1 Kuwait–
628Saudi-Arabien · GS1 Saudi Arabia–
629Vereinigte Arabische Emirate · GS1 Emirates–
630Katar · GS1 Qatar–
631Namibia · GS1 Namibia–
632Ruanda · GS1 Rwanda–
640–649Finnland · GS1 Finland–
680–681China · GS1 ChinaZusätzlich zu 690–699.
690–699China · GS1 ChinaZusätzlich zu 680–681.
700–709Norwegen · GS1 Norway–
729Israel · GS1 Israel–
730–739Schweden · GS1 Sweden–
740Guatemala · GS1 Guatemala–
741El Salvador · GS1 El Salvador–
742Honduras · GS1 Honduras–
743Nicaragua · GS1 Nicaragua–
744Costa Rica · GS1 Costa Rica–
745Panama · GS1 Panama–
746Dominikanische Republik · GS1 Republica Dominicana–
750Mexiko · GS1 Mexico–
754–755Kanada · GS1 Canada–
758GS1 Global Office (für eine künftige Mitgliedsorganisation)In der GS1-Liste: „Managed by GS1 Global Office for future MO“. Kein Land.
759Venezuela · GS1 Venezuela–
760–769Schweiz · GS1 Switzerland–
770–771Kolumbien · GS1 Colombia–
773Uruguay · GS1 Uruguay–
775Peru · GS1 Peru–
777Bolivien · GS1 Bolivia–
778–779Argentinien · GS1 Argentina–
780Chile · GS1 Chile–
784Paraguay · GS1 Paraguay–
786Ecuador · GS1 Ecuador–
789–790Brasilien · GS1 Brasil–
800–839Italien · GS1 Italy–
840–849Spanien · GS1 Spain–
850Kuba · GS1 Cuba–
858Slowakei · GS1 Slovakia–
859Tschechien · GS1 Czech–
860Serbien · GS1 Serbia–
865Mongolei · GS1 Mongolia–
867Nordkorea · GS1 North Korea–
868–869Türkei · GS1 Türkiye–
870–879Niederlande · GS1 NetherlandsDarin liegt auch 871.
880–881Südkorea · GS1 South Korea–
883Myanmar · GS1 Myanmar–
884Kambodscha · GS1 Cambodia–
885Thailand · GS1 Thailand–
887Laos · GS1 Laos–
888Singapur · GS1 Singapore–
890Indien · GS1 India–
893Vietnam · GS1 Vietnam–
894GS1 Global Office (für eine künftige Mitgliedsorganisation)In der GS1-Liste: „Managed by GS1 Global Office for future MO“. Kein Land.
896Pakistan · GS1 Pakistan–
899Indonesien · GS1 Indonesia–
900–919Österreich · GS1 Austria–
930–939Australien · GS1 Australia–
940–949Neuseeland · GS1 New Zealand–
950GS1 Global Office–
951GS1 Global OfficeGeneral Manager Number für das EPC General Identifier (GID), laut EPC Tag Data Standard. Kein Land.
952Beispiele und DemonstrationenVon GS1 für Beispiele des GS1-Systems vorgesehen. Kein Land.
955Malaysia · GS1 Malaysia–
958Macau, China · GS1 Macau, China–
960–969GS1 Global Office · GTIN-8Kurze Nummern für kleine Packungen, keine Länderkennung einer EAN-13. 960, 961 und 9620–9624 sind GS1 UK zugeordnet, 9625–9626 GS1 Poland.
977Zeitschriften (ISSN)Kein Land. International von der ISSN-Agentur vergeben.
978–979Bücher (ISBN)Kein Land. In der GS1-Liste als Bookland (ISBN) geführt.
980RückerstattungsbelegeRefund receipts. Kein Land.
981–983Coupons in gemeinsamen WährungsräumenGS1 coupon identification for common currency areas. Kein Land.
990–999CouponsIn der GS1-Liste als Präfix 99 geführt. Kein Land.

Sonderbereiche: Nummern, die kein Land bedeuten

020–029, 040–049 und 200–299: intern

Diese drei Blöcke vergibt GS1 nicht als Länder an Mitgliedsorganisationen. 020–029 und 200–299 gelten innerhalb einer Region, 040–049 innerhalb eines Unternehmens. Im Supermarkt sehen Sie 02 und 2 vor allem auf Frischeetiketten, deren Preis oder Gewicht die Waage mitdruckt. Solche Nummern erklärt auch der Abschnitt zu internen Barcodes unter EAN-Nummer beantragen.

977 Zeitschriften, 978–979 Bücher

977 ist für fortlaufende Publikationen an die ISSN-Stelle vergeben, 978 und 979 als Bookland an die ISBN-Agentur. Ein Buch-Barcode ist damit eine GTIN, die Nummer kommt aber nicht aus einem Länderpool. Wie ISBN und EAN zusammenhängen, steht bei Unterschied zwischen ISBN und EAN.

950, 951, 980 und die Coupon-Präfixe

950 nutzt das GS1 Global Office. 951 ist für General Manager Numbers im EPC General Identifier vorgesehen, laut Hinweis auf den EPC Tag Data Standard. 952 ist für Demonstrationen und Beispiele. 980 kennzeichnet Rückerstattungsbelege. 981–983 sind Coupons für gemeinsame Währungsräume, 990–999 (Präfix 99) weitere GS1-Coupons. 984–989 sind nicht einzeln vergeben.

0 am Anfang: UPC-Bestände

Ein Teil der im Netz angebotenen Nummern stammt aus UPC-Lizenzen von GS1 US und beginnt mit 0. Die Nummer bleibt im GS1-Register auf dem ursprünglichen Lizenznehmer, nicht automatisch auf dem Weiterverkäufer. Eine führende 0 belegt deshalb keine Herstellung in den USA. Den Unterschied der Nummernsysteme beschreibt EAN, UPC und GTIN.

Mythos-Check: Verrät der Barcode, woher ein Produkt kommt?

In sozialen Netzwerken taucht derselbe Ratschlag seit Jahren auf: Die ersten Ziffern seien das Herstellungsland, und manche Länder hätten ihre Kennung gewechselt, um das zu verbergen. Die GS1-Liste und mehrere Faktenchecks sagen etwas anderes. Die Einordnung hier ist nur die der Quellen, ohne Bewertung von Boykottaufrufen.

„Israel hat 729 in 871 geändert“

729 ist GS1 Israel. 871 gehört zu 870–879, GS1 Netherlands. Beide Zeilen stehen so in der aktuellen Liste. Ein Tausch ist dort nicht dokumentiert.

Der dpa-Faktencheck vom 1. Dezember 2023 bewertet die Behauptung als falsch: Die ersten drei Ziffern gäben Auskunft darüber, in welchem Land der Barcode beantragt wurde, nicht über das Herkunftsland. Anlass seien Fotos von SodaStream-Geräten gewesen. Das Unternehmen habe eine Tochtergesellschaft in den Niederlanden; die Behauptung kursiere seit 2014. GADMO veröffentlicht denselben dpa-Text und kommt zum gleichen Schluss. 871 auf einem einzelnen Produkt ist damit ein Hinweis auf die niederländische Nummernvergabe, nicht auf eine geänderte israelische Länderkennung.

„690 = Made in China“

690, 691 und 692 liegen in 690–699, GS1 China. Dazu kommen 680 und 681. Die virale Lesart, diese Ziffern bedeuteten „in China hergestellt, also nicht kaufen“, mischt die Vergabestelle mit der Fabrik.

Reuters hat die Behauptung „690, 691 oder 692 heißt made in China, 00 bis 09 heißt made in USA“ als teilweise falsch eingeordnet: Die Ziffern können auf das Land des Unternehmens verweisen, dem die Nummer zugeordnet ist, sie nennen nicht den Herstellungsort. Eine Firma mit deutscher GS1-Basisnummer kann in China produzieren lassen und behält 400–440. Umgekehrt kann eine über GS1 China vergebene Nummer auf Ware stehen, die nicht in China gefertigt wurde. GS1 formuliert genau diese Einschränkung auf der Präfix-Seite.

Drei Gründe, warum die Länderkennung täuscht

Barcode-Mythen und der jeweilige Fakt
BehauptungFakt
Der Barcode zeigt das Herstellungsland.Er zeigt die GS1-Organisation, die die Nummer vergeben hat. Produktion und Firmensitz dürfen auseinanderfallen.
Israel hat 729 durch 871 ersetzt.729 bleibt GS1 Israel, 871 liegt bei den Niederlanden. dpa und GADMO stufen den Tausch als falsch ein.
690 bedeutet immer „Made in China“.690–699 ist GS1 China, also die Vergabestelle. Reuters nennt die Fabrik-Lesart teilweise falsch.
Die ersten zwei Ziffern sind das Land.Meist sind es drei Stellen. 40 deckt nicht 441–449 ab. Manche Sonderpräfixe sind zwei- oder vierstellig.
Eine 0 beweist ein US-Produkt.0 verweist meist auf GS1 US bzw. eine UPC. Gehandelte Nummern bleiben oft auf dem ursprünglichen Lizenznehmer eingetragen.

So finden Sie das echte Herkunftsland eines Produkts

Der Barcode ist dafür der falsche Einstieg. Diese Reihenfolge bleibt bei der Packung.

  1. Text auf der Packung: „Hergestellt in“, „Made in“, Ursprung oder die Herstelleradresse.
  2. Bei tierischen Lebensmitteln das ovale Identitätskennzeichen lesen und richtig einordnen.
  3. Die GTIN bei Verified by GS1 nachschlagen: Wem ist die Nummer lizenziert?
  4. Wenn die Nummer nicht auf den Verkäufer zeigt, die Lizenz nicht als Herkunft werten.

Angaben auf der Packung

Steht eine Herkunft auf der Verpackung, muss sie zutreffen. Eine Pflicht für alle Lebensmittel gibt es nicht. Das BMLEH beschreibt die Pflicht für vorverpacktes frisches, gekühltes oder gefrorenes Rind-, Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch. Dazu kommt eine EU-Pflicht, wenn ohne Herkunftsangabe eine Irreführung droht oder die Herkunft der Primärzutat von der ausgelobten Herkunft des Lebensmittels abweicht. Für nicht vorverpacktes Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch hat das BMLEH die Angaben zu Aufzucht- und Schlachtland 2024 auf die Theke ausgeweitet. Andere Warengruppen haben eigene Regeln; fehlt eine Angabe, ersetzt der Barcode sie nicht.

Ovale Identitätskennzeichen bei tierischen Lebensmitteln

Auf vielen Packungen mit Fleisch, Milch, Ei oder Fisch steht ein Oval, zum Beispiel in der Form DE BY 12345 EG (nur ein Aufbau-Beispiel, keine echte Betriebsnummer). Das Portal Lebensmittelklarheit und das BMLEH sagen übereinstimmend: Das Zeichen nennt den Betrieb, der das Erzeugnis zuletzt bearbeitet oder verpackt hat. Die Herkunft der Rohstoffe steht dort nicht. Das BVL führt Länderkürzel und Zulassungsnummern. Bei frischem Fleisch vom Schlachthof heißt das vergleichbare Zeichen Genusstauglichkeitskennzeichen und wird von der Behörde angebracht. Die Abkürzung EG darf nach BMLEH-Angabe neben EU noch bis zum 31. Dezember 2028 auf schon produzierten Packungen stehen.

GTIN über Verified by GS1 prüfen

Verified by GS1 zeigt, ob eine GTIN offiziell vergeben ist und für welches Unternehmen sie lizenziert ist. Die Daten kommen vom Lizenzinhaber. GS1 Germany bietet die Registrierung kostenlos an, zunächst in einer kostenfreien Testphase, und behält sich vor, den Dienst später kostenpflichtig zu machen. Das beantwortet „Wem gehört die Nummer?“, nicht „In welchem Werk stand die Maschine?“.

Grenze: gehandelte und nicht registrierte Nummern

Steht die Nummer nicht in der GS1-Registry oder auf einem anderen Unternehmen, sagt auch Verified by GS1 nichts über Ihren Lieferanten. Das kommt bei weiterverkauften UPC-Nummern vor. Dann bleiben Packungstext und, wo es sie gibt, die amtliche Kennzeichnung die bessere Quelle.

Für Händler: Welche Länderkennung bekommt meine EAN?

Bei GS1 Germany immer 400–440

Wer die Basisnummer bei GS1 Germany lizenziert, bekommt ein Präfix aus 400–440. Muss die EAN deshalb mit 4 beginnen? Nein. Eine GTIN aus einer anderen GS1-Organisation ist ebenfalls eine GTIN. Ob ein Marktplatz sie akzeptiert, hängt von seiner Prüfung gegen die GS1-Daten ab, nicht von der Anfangsziffer. Amazon gleicht GTINs mit diesen Daten ab. Was Ihr Händler darüber hinaus verlangt, steht in seinen Lieferbedingungen.

Die Länderkennung lässt sich nicht umschreiben

Das Präfix ist Teil der vergebenen Nummer. Wer aus 871 eine 400 macht, erzeugt eine andere Ziffernfolge, bricht die Prüfziffer und verlässt die eigene Lizenz. Wollen Sie eine deutsche Vergabestelle, lizenzieren Sie eine neue Basisnummer bei GS1 Germany und bilden daraus neue GTINs. Die alten Nummern bleiben, wie sie ausgegeben wurden.

Aus einer vorhandenen, gültigen EAN können Sie den Barcode kostenlos generieren. Die Prüfziffer können Sie vorher im Ratgeber EAN-Prüfziffer berechnen kontrollieren.

Strichcode oder 2D-Code in Sekunden erstellen – als SVG oder PNG.

Vorhandene EAN als Barcode erzeugen

Quellen

Häufige Fragen

Welches Land hat die Barcode-Länderkennung 4?

Die Ziffer 4 allein ist kein Land. 400 bis 440 ist GS1 Germany, also Deutschland. Im selben Zehnerbereich liegen auch Japan (450–459 und 490–499), Russland (460–469) und Hongkong (489). Die Ziffern nennen die GS1-Organisation, die die Nummer vergeben hat, nicht das Herstellungsland.

Barcode beginnt mit 8 – welches Land ist das?

Eine 8 ist nicht ein Land. 800–839 ist Italien, 840–849 Spanien, 868–869 die Türkei und 870–879 die Niederlande. 880–881 ist Südkorea, 890 Indien, 893 Vietnam und 899 Indonesien. Dazwischen liegen weitere Länder in der Präfix-Liste, zum Beispiel Thailand 885 und Singapur 888.

Aus welchem Land kommt ein Barcode mit 871?

871 liegt im Bereich 870–879 und gehört zu GS1 Netherlands, also den Niederlanden. Es ist nicht die Kennung Israels. Israel ist 729. 871 sagt nur, dass die Nummer bei der niederländischen GS1-Organisation vergeben wurde.

Welcher Barcode steht für Israel?

In der GS1-Liste ist Israel das Präfix 729 (GS1 Israel). Eine zweite israelische Kennung gibt es dort nicht. 871 ist kein Ersatz dafür, sondern Teil der niederländischen Präfixe 870–879. Der Präfix zeigt nicht, ob ein Produkt in Israel hergestellt wurde.

Ist 690 im Barcode immer China?

690 bis 699 und zusätzlich 680 bis 681 sind GS1 China. Das bedeutet, dass die Nummer von GS1 China vergeben wurde, nicht dass die Fabrik in China steht. Eine deutsche Firma kann in China fertigen lassen und trotzdem eine Nummer aus 400–440 nutzen. Reuters hat die virale Gleichung „690 = made in China“ als teilweise falsch eingeordnet.

Kann man am Barcode das Herkunftsland eines Lebensmittels erkennen?

Nein. Der Barcode nennt die GS1-Organisation der Nummer, nicht das Herkunftsland der Zutaten. Bei Lebensmitteln steht die Herkunft, wo sie Pflicht ist, im Text auf der Packung. Das ovale Identitätskennzeichen auf vielen tierischen Produkten nennt den letzten Bearbeitungs- oder Verpackungsbetrieb, nicht die Herkunft der Rohstoffe.

Was bedeutet eine 2 am Anfang des Barcodes?

200 bis 299 sind keine Länderkennung. GS1 reserviert diesen Bereich für interne Nummern innerhalb einer Region, zum Beispiel Waagenetiketten an der Frischetheke oder ladeninterne Artikel. Solche Nummern gelten nicht als weltweit eindeutige Handels-GTIN.

Was bedeutet eine 0 am Anfang des Barcodes?

Eine EAN-13 mit führender 0 ist meist eine UPC-Nummer von GS1 US. Die Bereiche 001–019, 030–039 und 060–139 gehören zu GS1 US. Das ist kein Nachweis, dass die Ware in den USA hergestellt wurde. Kanada hat eigene Präfixe, 754–755. 020–029 und 040–049 sind interne Nummern, kein Land.

Muss eine EAN für Deutschland mit 4 beginnen?

Nein. Wer die Nummer bei GS1 Germany lizenziert, erhält ein Präfix aus 400–440. Der Handel braucht eine gültige GTIN, die dem Unternehmen zugeordnet ist, keine bestimmte Anfangsziffer. Marktplätze wie Amazon prüfen die Nummer gegen die GS1-Daten. Eine korrekt lizenzierte GTIN aus einem anderen Land bleibt gültig.

Haben gleiche Produkte im selben Laden immer denselben Barcode?

Dieselbe Handelsware derselben Variante trägt die GTIN des Markeninhabers, im eigenen Laden und anderswo. Eine andere Größe, Farbe oder Menge ist eine andere GTIN. Waagen- und Eigenetiketten mit 02 oder 2 vergibt der Laden selbst; die stehen nicht für die Herstellernummer. Wird die Ware vom Händler neu verpackt, kann er eine eigene GTIN nutzen.