Die letzte Ziffer einer EAN oder GTIN ist eine Prüfziffer. Scanner rechnen sie bei jedem Lesevorgang neu. Stimmt sie nicht mit der gedruckten Stelle überein, wird der Scan verworfen. Der Rechner oben macht dieselbe Rechnung für vier Längen. Er speichert nichts und vergibt auch keine Handelsnummer.

So funktioniert Modulo 10

„Modulo 10“ bedeutet: Es zählt nur der Rest bei der Division durch 10, also die letzte Stelle der Summe. GS1 nutzt dieses Verfahren für GTIN-8, GTIN-12, GTIN-13 und GTIN-14. Die Schritte sind immer dieselben:

  1. Nehmen Sie alle Ziffern außer der Prüfziffer.
  2. Gewichten Sie sie abwechselnd mit 3 und 1. Die Ziffer direkt links neben der Prüfstelle bekommt immer die 3.
  3. Addieren Sie die Produkte.
  4. Die Prüfziffer ist (10 − (Summe mod 10)) mod 10. Fehlen 0, weil die Summe schon durch 10 teilbar ist, ist die Prüfziffer 0 – nicht 10.

Ein Zahlendreher benachbarter Stellen verändert die Summe fast immer, weil die beiden Faktoren 1 und 3 verschieden sind. Eine einzelne falsch getippte Ziffer fällt immer auf. Genau dafür ist die Stelle da. Wie die Rechnung von Hand und in Excel aussieht, zeigt Prüfziffer berechnen: Anleitung.

Gewichtung von rechts

Entscheidend ist die Richtung. Nicht die erste Stelle der Nummer bekommt fest die 1, sondern die Stelle unmittelbar vor der Prüfziffer bekommt fest die 3. Danach läuft es nach links weiter: 1, 3, 1, 3. Deshalb sehen die Faktoren von links je nach Länge anders aus, obwohl es dieselbe Regel ist.

NummerStellen ohne PrüfzifferFaktoren von links
EAN-8 / GTIN-873, 1, 3, 1, 3, 1, 3
UPC-A / GTIN-12113, 1, 3, 1, …, 3
EAN-13 / GTIN-13121, 3, 1, 3, …, 1, 3
GTIN-14133, 1, 3, 1, …, 3

Eine vorangestellte 0 ändert die Summe nicht, weil null mal Faktor null bleibt. Darum wird aus einer UPC-A durch eine führende Null eine EAN-13 mit derselben Prüfziffer, und eine GTIN-14 mit Indikator 0 trägt dieselbe Prüfziffer wie die enthaltene GTIN-13. Sobald die erste Stelle 1 bis 8 ist, muss neu gerechnet werden. Das betrifft Umkartons und ist auf der Seite ITF-14 generieren mit einem Zahlenbeispiel gezeigt.

EAN-8, UPC, EAN-13 und GTIN-14

Wählen Sie die Länge, bevor Sie tippen. Zwölf Ziffern können eine komplette UPC-A sein oder eine EAN-13 ohne Prüfziffer. Dreizehn Ziffern können eine komplette EAN-13 oder eine GTIN-14 ohne Prüfziffer sein. Der Rechner rät nicht. Leerzeichen und Bindestriche, wie sie auf Packungen stehen, werden ignoriert.

  • EAN-13: der übliche Code auf Verbraucherprodukten in Europa. Den Strichcode dazu erzeugen Sie unter EAN-Code generieren.
  • EAN-8: kurze GTIN für sehr kleine Packungen. Sieben Datenstellen, Faktoren beginnen links mit 3.
  • UPC-A: zwölf Stellen für den Handel in den USA und Kanada. Erklärung und Umwandlung in EAN-13: UPC-Code generieren.
  • GTIN-14: Karton und Versandeinheit. Die erste Stelle ist der Verpackungsindikator, nicht Teil der Artikelreferenz.

Rechenbeispiel EAN-13

Für die zwölf Stellen 400638133393 gilt von links der Faktor 1, 3, 1, 3 und so weiter. Die gewichtete Summe ist 89. 89 mod 10 ist 9, es fehlen 1 bis zur 90. Die Prüfziffer ist 1, die EAN lautet 4006381333931. Dieselbe Zeile zeigt der Rechner, sobald Sie die Nummer eingeben – inklusive der einzelnen Produkte, damit Sie einen Tippfehler in der Handrechnung finden.

Zweites Beispiel: EAN-8

Bei der EAN-8 sind es sieben Datenstellen, und weil von rechts gewichtet wird, beginnt die Reihe links mit 3, nicht mit 1. Für 9638507 ist die gewichtete Summe 86. 86 mod 10 ist 6, es fehlen 4 bis zur 90. Die Prüfziffer ist 4, die vollständige Nummer 96385074. Schalten Sie im Rechner auf EAN-8, dann sehen Sie die einzelnen Produkte in der Tabelle. Dieselbe 4 hängt der EAN-Generator an, wenn Sie nur die sieben Stellen eingeben.

ISBN-13 benutzt exakt diese EAN-13-Rechnung. Eine ISBN-10 nicht: dort gilt Modulo 11, und die Prüfstelle kann X sein. Wer eine alte ISBN in den Rechner tippt, muss zuerst das Präfix 978 davorsetzen und die neue Stelle berechnen lassen. Der Ablauf steht unter ISBN vs. EAN.

EAN-Nummer und GTIN prüfen

Eine EAN-Nummer prüfen heißt auf dieser Seite: die letzte Stelle nachrechnen, nicht den Artikel nachschlagen. Geben Sie die vollständige Nummer ein. Der Rechner sagt gültig, oder er nennt die Stelle, die es sein müsste. Dieselbe Auskunft bekommen Sie, wenn Sie ein Etikett mit dem Barcode-Scanner online lesen. Der Scanner zeigt zusätzlich das GS1-Präfix und verlinkt die Länderkennung.

„GTIN prüfen“ ist dieselbe Rechnung für die anderen Längen. UPC-A hat 12 Stellen, EAN-8 hat 8, die Kartonnummer als GTIN-14 hat 14. Wählen Sie die Länge zuerst. Zwölf Ziffern sind nicht automatisch eine EAN ohne Prüfziffer; sie können eine komplette UPC sein. Der Rechner rät nicht.

EAN suchen, ohne eigene Datenbank

Eine EAN-Suche nach dem Produktnamen betreiben wir nicht. Hinter einer gültigen Prüfziffer kann ein registrierter Artikel stehen, eine interne Nummer oder eine erfundene Ziffernfolge. Diese Website speichert keine Produktliste und zeigt keinen Hersteller an.

Wenn die Nummer rechnerisch stimmt, können Sie sie in offenen Sammlungen nachschlagen. Bei einer gültigen EAN-8, UPC-A oder EAN-13 setzt der Rechner zwei Links:

  • Open Food Facts für Lebensmittel. Die Projektseite öffnet einen Eintrag unter /produkt/ plus der Nummer, falls jemand das Produkt eingetragen hat.
  • Open Products Facts für andere Waren. Kosmetik liegt bei demselben Projekt oft auf Open Beauty Facts; der Link dorthin kann weiterleiten.

Ein fehlender Treffer heißt nicht, dass die Nummer falsch ist. Die Sammlungen sind unvollständig und werden von Freiwilligen gepflegt. Ob eine GTIN überhaupt von GS1 lizenziert wurde und an welches Unternehmen, prüft Verified by GS1 bei GS1 Germany. Der Dienst verlangt eine kostenlose Registrierung und ist eine Lizenzauskunft, kein Verbraucherkatalog. Den Strichcode zur geprüften Nummer erzeugen Sie unter EAN-Code generieren.

Häufige Fehler

  • Führende Nullen fehlen, weil eine Tabelle die Nummer als Zahl gespeichert hat. UPC-A und viele EAN-13 brauchen die Null. Vor dem Rechnen als Text behandeln.
  • Falsche Länge gewählt. Eine 13-stellige EAN im Modus GTIN-14 wird als Nummer ohne Prüfziffer gelesen und bekommt eine neue Endziffer. Erst die Länge setzen, dann einfügen.
  • ISBN-10 mit der alten Rechnung. ISBN-10 nutzt Modulo 11 und kann mit X enden. ISBN-13 nutzt dieselbe Modulo-10-Rechnung wie die EAN. Die Umwandlung steht im Artikel ISBN vs. EAN.
  • Indikator vergessen neu zu rechnen. Wer vor eine gültige EAN-13 einfach eine 1 setzt und die alte Prüfziffer behält, erzeugt eine ungültige GTIN-14.

Wenn die Nummer stimmt und der gedruckte Code trotzdem nicht liest, liegt es selten an der Formel und oft an Größe, Ruhezone oder Kontrast. Das steht unter Barcode drucken und Barcode scannt nicht.