ITF-14 ist der Strichcode für die GTIN-14 auf Umkartons und anderen Versandeinheiten. Die Striche sind breiter als bei einer EAN-13, damit sie auch auf Wellpappe noch lesbar bleiben. Der Generator prüft oder ergänzt die Prüfziffer und liefert SVG oder PNG für Ihr Etikettenlayout.
Was ITF-14 kodiert
ITF steht für Interleaved 2 of 5: Die Ziffern werden paarweise ineinander verschränkt, deshalb ist die Stellenanzahl gerade. Bei der GTIN-14 sind es 14 Ziffern inklusive Prüfziffer. Das Symbol gehört auf den Karton, das Tray oder die Lage, nicht auf das einzelne Stück im Regal. Die Ladenkasse erwartet auf dem Stück eine EAN-13 oder eine UPC-A.
Geben Sie 13 Ziffern ein, wird die Prüfziffer angehängt. Geben Sie 14 ein, wird die letzte Stelle geprüft. Die Rechnung ist Modulo 10, erklärt im EAN-Rechner. Eine GTIN-14 mit falscher letzter Stelle wird nicht gezeichnet.
Die Indikatorziffer
Die erste Stelle einer GTIN-14 ist der Indikator. Er sagt, um welche Verpackungsstufe es sich handelt, und ist keine Länderziffer.
- 0 vor den 13 Stellen einer GTIN-13 bezeichnet dieselbe Handelseinheit. Die Prüfziffer bleibt gleich, weil eine führende Null die Summe nicht verändert. Aus der EAN 4006381333931 wird die GTIN-14 04006381333931.
- 1 bis 8 kennzeichnen andere Packungen desselben Artikels, etwa einen Karton mit sechs Stück oder eine Lage. Das ist eine neue Nummer. Die Prüfziffer muss neu berechnet werden. Indikator 1 und die ersten zwölf Stellen von 4006381333931 ergeben die Daten 1400638133393; die Prüfziffer ist 8, die GTIN-14 lautet 14006381333938.
- 9 ist für Mengenvariable vorgesehen, also Artikel, deren Maß nicht fest ist. Dafür gelten zusätzliche GS1-Regeln; eine beliebige 9 am Anfang ist noch keine korrekte Variable-Measure-Nummer.
ITF-14, EAN-13 und GS1-128
EAN-13 identifiziert das Verbraucherprodukt. ITF-14 identifiziert die Handelseinheit auf dem Karton, wenn außer der GTIN-14 nichts weiter aufs Etikett muss. Sobald Charge, Mindesthaltbarkeit oder eine Seriennummer der Versandeinheit mit sollen, ist meist GS1-128 das passende Symbol, nicht ITF-14. GS1-128 erzeugt dieser Generator nicht. Ein normaler Code 128 mit freiem Text ist ebenfalls kein GS1-Transportdatenetikett.
Welche Nummer zu welcher Stufe gehört, legen Sie bei der Vergabe fest. Ein Sechserpack ist ein anderer Artikel als die Einzelflasche und bekommt eine eigene GTIN. Die Basisnummer dafür kommt von GS1, beschrieben unter EAN-Nummer beantragen.
Rahmen, Größe, Ruhezone
GS1 verlangt beim ITF-14 einen Schutzrahmen, die Bearer Bars. Direkt auf braune Wellpappe gedruckt, soll der Rahmen das Symbol vollständig umschließen, damit Druckverzug nicht in die Ruhezone läuft. Auf einem weißen Etikett genügen oft die waagerechten Balken oben und unten; ein geschlossener Rahmen ist dort ebenfalls zulässig. Die Ruhezone links und rechts beträgt mindestens zehn Modulbreiten und liegt innerhalb bzw. unmittelbar am Rahmen, je nach Ausführung.
Die Modulbreite liegt zwischen 0,495 mm und 1,016 mm. Die Balken sind mindestens 31,75 mm hoch. Das Symbol wird damit deutlich größer als eine EAN-13. Für automatisches Scannen im Wareneingang sollten Sie nicht an der Untergrenze kleben, wenn der Karton unruhig bedruckt ist.
Typische Fehler auf dem Karton
Der häufigste Fehler ist, die EAN-13 des Einzelstücks um eine Ziffer zu verlängern und die alte Prüfziffer stehen zu lassen. Nur Indikator 0 erlaubt das. Bei einem Sechserkarton mit Indikator 1 ist die letzte Stelle eine andere, im Beispiel oben 8 statt 1. Der zweite Fehler ist die Größe: Ein ITF-14, der auf EAN-Maße zusammengedrückt wird, ist für Wellpappe zu fein. Bleiben Sie bei einer Modulbreite von mindestens 0,495 mm und einer Balkenhöhe von mindestens 31,75 mm.
Der dritte Fehler ist der fehlende Rahmen. Auf einem weißen Etikett fällt das weniger auf, direkt auf braunem Karton frisst der Druck in die Ruhezone. Zeichnen Sie den Rahmen im Layout um das SVG, nicht als dicken Strich durch die Ruhezone hindurch. Und drucken Sie den Karton-Code nicht als stark vergrößertes PNG: Die Kanten werden grau, auf Wellpappe sowieso schon ein schlechter Untergrund.
Was dieser Generator erzeugt
Sie bekommen die Striche der GTIN-14 und die Ruhezone in der Datei. Den Schutzrahmen zeichnet der Generator nicht. Setzen Sie ihn im Layoutprogramm um das SVG, bevor der Karton in den Druck geht. Ohne Rahmen auf Wellpappe riskieren Sie, dass die Ruhezone verschmiert und der Code nicht liest.
SVG ist auch hier die Druckdatei. PNG ist die Rastergrafik der Vorschau und für einen großen Karton-Code selten die beste Wahl, weil die Kanten beim Skalieren weich werden. Allgemeine Regeln zu DPI, Farbe und Etikett stehen unter Barcode drucken. Wenn der Scanner den Karton ablehnt, prüfen Sie zuerst die Prüfziffer und dann, ob der Rahmen die Ruhezone freilässt – die Checkliste in Barcode scannt nicht gilt sinngemäß auch hier.