Ein EAN-Code ist der Strichcode, den die Kasse im Laden liest. Hinter den Strichen steht eine GTIN – früher einfach EAN-Nummer genannt. Was die Ziffern bedeuten und wie Präfix, Firmennummer und Prüfziffer zusammensitzen, steht unter EAN-Nummer Bedeutung. Diese Seite erzeugt den Strichcode. Sie vergibt keine Nummer: Die Ziffern bringen Sie mit, der Generator prüft die letzte Stelle und zeichnet EAN-13 oder EAN-8.
EAN-13 oder EAN-8?
Für fast jedes Verbraucherprodukt ist EAN-13 richtig. Dreizehn Ziffern, davon die letzte als Prüfziffer, und ein Symbol, das Supermärkte, Drogerien und die meisten Onlinemarktplätze erwarten. EAN-8 ist die kurze Variante für sehr kleine Packungen, auf die ein EAN-13 selbst bei 80 Prozent Nenngröße nicht passt – Kaugummi, Nagellack, kleine Kosmetik. Im Generator oben schalten Sie zwischen beiden um; voreingestellt ist EAN-13.
| Format | Nummer | Eingabe hier | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| EAN-13 | GTIN-13 | 12 Ziffern, Prüfziffer wird ergänzt – oder 13 zum Prüfen | Handelsartikel in Europa und weltweit |
| EAN-8 | GTIN-8 | 7 Ziffern, Prüfziffer wird ergänzt – oder 8 zum Prüfen | Sehr kleine Verpackungen |
Den nordamerikanischen Zwölfer, die UPC-A, erzeugen Sie auf der Seite UPC-Code generieren. Für den Umkarton ist nicht die EAN-13 zuständig, sondern ITF-14.
So ist eine EAN-13 aufgebaut
Die 13 Ziffern bestehen aus der GS1-Basisnummer, der Artikelreferenz, die Ihr Unternehmen selbst vergibt, und der Prüfziffer. Wie viele Stellen auf die Basisnummer entfallen, hängt vom Vertrag mit GS1 ab – mal sieben, mal neun, mal zehn. Deshalb lässt sich eine fremde EAN nicht zuverlässig in „Land, Firma, Artikel“ zerschneiden.
Die ersten Ziffern zeigen nur, welche GS1-Organisation die Basisnummer vergeben hat, nicht wo das Produkt hergestellt wurde. 400 bis 440 weist auf GS1 Germany hin, 900 bis 919 auf GS1 Austria, 760 bis 769 auf GS1 Switzerland. Ein deutsches Unternehmen kann in einem anderen Land fertigen lassen und trotzdem mit 40 beginnen. Was die Präfixe im Einzelnen bedeuten, steht im Vergleich EAN, UPC und GTIN.
Bücher tragen statt einer GS1-Nummer die ISBN-13 – der Unterschied steht unter ISBN vs. EAN.
Im Strichcode selbst ist die erste Ziffer kein eigenes Strichmuster. Sie steckt in der Anordnung der linken sechs Zeichen und wird links neben den Balken als Klartext gedruckt. Deshalb wirkt eine EAN-13 so, als stünde die erste Zahl etwas außerhalb. Das ist normal und muss so bleiben – schneiden Sie sie im Layout nicht weg.
Prüfziffer
Die letzte Stelle ist keine freie laufende Nummer. Sie wird aus den übrigen Ziffern nach Modulo 10 berechnet: abwechselnd mit 1 und 3 multiplizieren, summieren, zur nächsten Zehnerzahl auffüllen. Geben Sie zwölf Ziffern ein, ergänzt der Generator die dreizehnte. Geben Sie dreizehn ein und die letzte stimmt nicht, erscheint kein Barcode, sondern der Hinweis auf die richtige Stelle.
Dieselbe Rechnung für EAN-8, UPC-A und GTIN-14 macht der EAN-Rechner. Die Schritte von Hand und die Excel-Formel stehen im Ratgeber EAN-Prüfziffer berechnen. Für die Beispielziffern 400638133393 lautet die Prüfziffer 1, die vollständige EAN also 4006381333931.
Wann eine offizielle GTIN nötig ist
Ohne registrierte GTIN bleibt der Code ein Bild. Die Kasse kann ihn lesen und findet trotzdem keinen Artikel, Marktplätze gleichen die Nummer mit dem GS1-Register ab. Für Lager, Muster und Layoutproben reichen frei gewählte Ziffern mit korrekter Prüfziffer. Sobald die Packung den Betrieb verlässt und verkauft wird, brauchen Sie die eigene Basisnummer.
Nummern mit den Präfixen 020–029, 040–049 oder 200–299 sind für den eingeschränkten Umlauf vorgesehen, etwa Waagenetiketten im Laden. Sie sind keine weltweit eindeutigen GTINs. Für interne Zwecke mit Buchstaben ist Code 128 meist passender als eine erfundene EAN.
EAN-8 für kleine Verpackungen
Eine EAN-8 kodiert eine GTIN-8. Die kurzen Nummern sind knapp und werden von GS1 einzeln zugeteilt; Sie können nicht einfach die letzten acht Stellen Ihrer EAN-13 abschneiden. Die Prüfziffer folgt demselben Modulo 10, die Gewichte von links sind bei sieben Datenstellen 3, 1, 3, 1, 3, 1, 3.
Bei 100 Prozent Nenngröße ist das Symbol inklusive Ruhezonen 26,73 mm breit, die Balken mindestens 18,23 mm hoch. Die Ruhezone beträgt auf beiden Seiten sieben Modulbreiten, bei Nenngröße 2,31 mm. Auch hier gilt der Bereich von 80 bis 200 Prozent für den Handel. Wechseln Sie im Generator auf EAN-8, bevor Sie die sieben Ziffern eingeben.
Herunterladen und drucken
SVG ist die Datei für Verpackungsdruck, Illustrator, InDesign oder Inkscape. Die Striche sind Vektoren und bleiben bei jeder Skalierung scharf. PNG entsteht in dreifacher Auflösung der Vorschau und eignet sich für Office und Web. Ziehen Sie ein PNG nicht groß auf, sonst fransen die Kanten aus.
Einen Barcode ohne Zahlen bekommen Sie, indem Sie das Häkchen „Zahlen unter dem Barcode anzeigen“ entfernen. Die Striche bleiben gültig, nur die Klartextzeile fehlt. An der Kasse sollte sie stehen, damit die Nummer notfalls abgetippt werden kann. In einem eigenen Layout setzen viele die Ziffern daneben in der Hausschrift.
Für EAN-13 nennt GS1 bei 100 Prozent eine Breite von 37,29 mm inklusive Ruhezonen und eine Balkenhöhe von 22,85 mm. Links bleiben 11 Modulbreiten frei (3,63 mm), rechts 7 (2,31 mm). Zulässig für die Kasse sind 80 bis 200 Prozent; bei 80 Prozent ist das Symbol 29,83 mm breit und die Balken 18,28 mm hoch. Unter 80 Prozent sollten Sie nicht gehen. Maße, DPI und Etiketten stehen ausführlich unter Barcode drucken.
Häufige Fehler
- Führende Nullen verschwinden, wenn die Nummer durch Excel gelaufen ist. Als Text speichern, sonst wird aus einer UPC eine zu kurze EAN.
- Ruhezone überklebt durch Rahmen, Text oder die Schnittkante des Etiketts. Der Scanner findet Anfang und Ende nicht.
- Nur die Höhe gestaucht, um Platz zu sparen. Lieber proportional innerhalb von 80 bis 200 Prozent skalieren.
- Rote Striche. Viele Scanner arbeiten mit rotem Licht und sehen Rot als Weiß. Schwarz auf Weiß bleibt die sichere Kombination.
Wenn der Ausdruck trotzdem nicht liest, hilft die Checkliste Barcode scannt nicht.